Last-Minute-Schock für den FSV
Bitterer kann ein Sonntagnachmittag wohl kaum verlaufen. Der FSV Helden zeigte im Duell mit der Zweitvertretung von RW Hünsborn über weite Strecken eine gute Vorstellung, gab aber in buchstäblich letzter Sekunde den dringend benötigten Heimsieg noch aus der Hand. Die Zweite unterlag zuvor dem SV Listerscheid deutlich mit 1:5.
FSV I: Später Knock-Out im Abstiegskampf
Schon vor dem Anpfiff war klar, dass die Partie des FSV Helden gegen RW Hünsborn II eine besondere werden würde. Für viele verdiente Akteure war es das letzte Heimspiel in der FSV-Arena, bevor sie den Verein im Sommer verlassen werden. Zudem ging es darum, im Abstiegskampf doch noch einmal den Anschluss an die gesicherten Ränge herzustellen.
Im Vergleich zur bitteren 1:2-Niederlage in Wenden wechselte der FSV auf drei Positionen. Spielertrainer Ronny Stosik, auch für ihn war es der letzte Auftritt vor heimischer Kulisse, ersetzte Lukas Wiffel, Muhsin Ghulomi rückte für den gesperrten Jan-Philip Feldmann in die erste Elf. Luis Rüenauver kehrte ins Tor zurück.
Unsere Erste kam gut in die so wichtige Partie, agierte mutig gegen den Ball und zwang die Gäste immer wieder zu frühen Ballverlusten. Im ersten Durchgang wurde der Aufwand jedoch nicht belohnt, Abschlüsse von Daniel Hunfeld und Till Gabriel verfehlten das Ziel. Benjamin Böcher scheiterte mit der besten Chance der ersten 45 Minuten am Hünsborner Schlussmann. Zur Pause war das letzte Heimspiel für Eigengewächs Luis Rüenauver bereits beendet, der Torhüter, den es nach der Saison zu RW Lennestadt/Grevenbrück zieht, musste angeschlagen in der Kabine bleiben.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der FSV gegen ein ersatzgeschwächtes RWH zunächst das bessere Team. Nach 55 Minuten vollendete Michel Klens einen ansehnlichen Spielzug über Stosik, Hunfeld, Ghulomi und Böcher mit einem trockenen Abschluss aus 16 Metern zur Führung.
Die Freude währte jedoch nur kurz. Nach einer Ecke zog Max Alfes einfach mal aus der Distanz ab und traf zum 1:1 (60.). Es folgten einige fahrige Minuten unserer Ersten, die sich jedoch fing und ihre Offensivbemühungen wieder intensivierte. Nach einem Foul an Stosik zeigte der Unparteiische auf den Punkt, Gabriel verwandelte zur erneuten Führung (67.).
Im Anschluss ließ der FSV wenig zu, konnte seine Umschaltaktionen aber auch nur noch selten sauber ausspielen und den Vorsprung nicht entscheidend ausbauen. So kam es, wie es kommen musste. Mit der letzten Aktion des Spiels verlängerte Tim Koch einen Freistoß per Kopf zum 2:2 ins Tor (90+3.).
Ein Punkt gegen den Tabellensechsten liest sich zunächst ganz ordentlich, ist für unsere Erste allerdings deutlich zu wenig. Zwei Spieltage vor Saisonende liegt der FSV fünf Punkte hinter dem rettenden Ufer und muss die beiden ausstehenden Spiele unbedingt gewinnen. Die Reserve des SC LWL 05 darf derweil maximal einen Zähler holen.
FSV: L. Rüenauver (46. D. Rüenauver) – Cramer, Köper, Bicher, Kalabane – B. Böcher, Hunfeld (84. Wiffel), Stosik (90. Höffer), Ghulomi – Gabriel, Klens
Tore: 1:0 Klens (55.), 1:1 Alfes (60.), 2:1 Gabriel (67., Elfmeter), 2:2 Koch (90+3.)
SG H/D II: Partie schon früh entschieden
Deutlicher ging es bei der SG Helden/Dünschede II zu. Unsere Zweite unterlag dem SV Listerscheid in Dünschede mit 1:5. Schon nach 17 Minuten führten die Gäste komfortabel mit 3:0 und bauten den Vorsprung nach dem Seitenwechsel weiter aus. Spielertrainer Adrian Schulte gelang vom Elfmeterpunkt der Ehrentreffer (80.).
SG H/D II: Briese – Kozian (83. Kriesten), Brill, Schulte, N. Ritter (65. Bachen) – D. Saure (46. N. Saure), Ewers – Berhane (55. Chyzh), Stutenz, Fiebig – Schmidt
Tore: 0:1 Bonacker (6.), 0:2 Cramer (15.), 0:3 Arens (17.), 0:4 Cramer (61.), 0:5 Stamm (68.), 1:5 Schulte (80., Elfmeter)
