FSV sammelt vier Punkte in der Aufstiegsrunde: Jetzt heißt es warten
Mit einem Remis gegen den FC Olpe und einem Sieg gegen den FC Attendorn/Schwalbenohl hat sich der FSV Helden eine ordentliche Ausgangslage in der Aufstiegsrunde geschaffen.
Mit vier Punkten und 3:1 Toren liegt der FSV derzeit an der Spitze der Relegationsrunde und muss aber am Donnerstag auf Schützenhilfe hoffen. Bezwingt der FC Olpe den FC Attendorn/Schwalbenohl mit 3:1 oder höher, steigen die Olper in die Kreisliga B auf. Entscheidet der FCO sein Heimspiel in Hützemert mit 2:0 für sich, muss ein weiteres Entscheidungsspiel her. Endet die Partie jedoch mit nur einem Tor Vorsprung für den FC Olpe oder punktet Schwalbenohl, spielt der FSV Helden 2026/2027 wieder eine Liga höher.
Ausgleich in letzter Sekunde gegen Olpe
Um ein Haar wäre der Traum vom Aufstieg in die Kreisliga B schon an Fronleichnam in der FSV-Arena geplatzt. Gegen den FC Olpe kam unsere Erste zunächst gut ins Spiel und näherte sich nach einigen Standardsituationen mehrmals an, verlor nach einer wetterbedingten Pause jedoch den Faden. Es entwickelte sich ein umkämpftes Spiel mit viel Stückwerk und wenigen Torchancen auf beiden Seiten.
Als der FSV nach der Halbzeitpause wieder zielstrebiger wurde, konterten die Gäste über Lendrit Rrustemaj. Torhüter David Rüenauver kam kurz vor dem Strafraum im Zweikampf zu spät und sah folgerichtig die rote Karte (59.). Da kein Ersatzkeeper bereit stand, musste Feldspieler Levin Böcher zwischen den Pfosten aushelfen. Wenig später war der 26-Jährige gegen Rrustemajs Abschluss aus kurzer Distanz zwar machtlos (69.), machte seine Sache aber sehr gut.
Trotz der langen Unterzahl wehrte sich die Mannschaft von Trainer Torsten Patt aufopferungsvoll gegen die drohende Niederlage und wurde spät belohnt. Ein Freistoß von Maximilian Ohm glitt dem Gäste-Keeper tief in der Nachspielzeit durch die Hände. Benjamin Bicher stocherte nach dem Ball, der so Till Gabriel vor die Füße fiel, der aus fünf Metern und die Latte versenkte (90+3.). Kurz darauf kam es nochmal zu einer unübersichtlichen Aktion im Olper Strafraum, bei der unserer Ersten beinahe sogar der Lucky Punch gelungen wäre.
FSV Helden: David Rüenauver – Konstantin Fiebig, Florian Cramer, Benjamin Bicher, Alsene Kalabane – Finn Köper, Michel Klens, Kilian Struck – Till Gabriel, Jan-Philip Feldmann, Christoph Quinke
Eingewechselt: Maximilian Ohm, Levin Böcher, Julian Tump
Tore: 0:1 Rrustemaj (69.), 1:1 Gabriel (90+3.)
Rote Karte: Rüenauver (59., Notbremse)
Verdienter Sieg im zweiten Relegationsspiel
Der späte Ausgleich hielt die Aufstiegschancen intakt, allerdings war damit klar, dass am Sonntag beim FC Attendorn-Schwalbenohl ein Sieg Pflicht war. Den fuhr der FSV beim 2:0 auch ein, verpasste es aber, den Druck auf den FC Olpe mit mehr Toren zu erhöhen.
Schon früh im Spiel hätte unsere Erste in Führung gehen können. Till Gabriel setzte sich auf der Grundlinie durch und bediente Jan-Philip Feldmann, der unter Bedrängnis aus kurzer Distanz jedoch nicht verwandeln konnte. Das gelang jedoch Christoph Quinke, der – von Michel Klens und Gabriel in Szene gesetzt – mit rechts aus halblinker Position im Strafraum einnetzte (36.). Die Gastgeber versuchten, schnell in Umschaltaktionen zu kommen, wurden aber erstmals nach einer Ecke gefährlich. Jan Zeppenfeld, der den gesperrten David Rüenauver vertrat, parierte den Kopfball von Ex-Heldener Andrea Martucci jedoch stark.
Kurz nach dem Seitenwechsel stand wieder das Duell zwischen dem FSV-Schlussmann und dem Schwalbenohl-Torjäger im Fokus. Mit einem grandiosen Reflex verhinderte Zeppenfeld gegen Martuccis Abschluss aus kurzer Distanz den Ausgleich. Nach einem kleinen Durchhänger zu Beginn der zweiten Hälfte riss unsere Erste das Spiel wieder an sich und kam immer wieder zu guten Gelegenheiten. Gabriel und Quinke suchten mehrmals den Abschluss, Klens versuchte es aus der zweiten Reihe. Doch erst in der 81. Minute gelang Kilian Struck das wichtige 2:0.
Als mit Dennis Afragola der Kapitän der Gastgeber wenig später mit Gelb-Rot vom Platz musste (83.), drängte der FSV auf weitere Treffer, spielte einige aussichtsreiche Situationen aber zu ungenau aus und hatte auf der anderen Seite Glück, dass ein möglicher Strafstoß für Schwalbenohl nicht gegeben wurde. Konstantin Fiebig und Finn Köper versuchten es auf FSV-Seite nochmal, es blieb jedoch beim 2:0.
FSV Helden: Jan Zeppenfeld – Konstantin Fiebig, Florian Cramer, Benjamin Bicher, Alsene Kalabane – Levin Böcher, Michel Klens, Kilian Struck – Till Gabriel, Maximilian Ohm, Jan-Philip Feldmann
Eingewechselt: Finn Köper, Christoph Quinke
Tore: 0:1 Quinke (36.), 0:2 Struck (81.)
Gelb-rote Karte: Afragola (83.)
